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Du brauchst 1 Prozent mehr Mut, für dein Leben.

  • 7. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Wir sind erstaunlich gut darin, uns auf das Schlimmste vorzubereiten. Was, wenn es nicht klappt? Was, wenn wir scheitern? Was, wenn wir enttäuscht werden? Wir denken Szenarien zu Ende, die nie passiert sind, sichern uns ab, zweifeln, warten – und nennen das dann Vernunft. Aber wenn wir ehrlich sind, ist es oft einfach Angst. Und noch etwas: Wir erlauben uns das Leben nicht wirklich.

Da ist dieses leise Gefühl, dass da mehr möglich ist – mehr Tiefe, mehr Lebendigkeit, mehr Verbindung – und trotzdem passiert nichts. Nicht, weil wir es nicht könnten, sondern weil wir uns innerlich zurückhalten. Wir warten darauf, dass wir bereit sind, dass alles perfekt ist, dass wir wissen, wie es ausgeht. Aber genau so funktioniert das Leben nicht.

Meine Yoga Ausbildung war keine „perfekte“ Entscheidung. Ich hatte Zweifel, Angst, ich wusste nicht, ob ich gut genug bin. Und trotzdem habe ich es gemacht. Nicht, weil ich mutig war, sondern weil ich mir erlaubt habe, es trotzdem zu tun – mit Unsicherheit, mit Fragen, mit allem, was da war. Und genau das hat etwas verändert.

Rückblickend fällt mir auf, dass wir oft besser darauf vorbereitet sind, dass etwas schiefgeht, als darauf, dass es gut werden könnte. Wir rechnen mit Enttäuschung, aber nicht mit Erfüllung. Und genau darin liegt das Problem. Denn wenn wir uns nur auf Schmerz und Scheitern einstellen, verpassen wir die Momente, die unser Leben wirklich verändern können.

Mut ist kein Schalter, den man einfach umlegt. Mut ist eine Entscheidung im Kleinen. Du brauchst keine hundert Prozent Sicherheit. Es reicht ein Prozent mehr Mut als gestern – ein Prozent mehr Ehrlichkeit mit dir selbst, ein Prozent mehr Bereitschaft, deinem Gefühl zu vertrauen, ein Prozent mehr Offenheit für das, was gut werden könnte.

Wenn wir aufhören, uns abzusichern und anfangen, uns Möglichkeiten zu erlauben, verändert sich etwas. Nicht laut, nicht sofort, aber spürbar. Wir werden freier in unseren Entscheidungen, hören uns selbst klarer und beginnen Chancen zu sehen, wo vorher nur Risiken waren. Vielleicht treffen wir dann Entscheidungen, die wir uns vorher nie erlaubt hätten.

Eine Yoga Ausbildung ist nicht einfach nur ein Kurs. Sie ist ein Raum, in dem wir aus unseren Mustern aussteigen können, in dem wir uns selbst neu erleben, in dem wir nicht funktionieren müssen. Und genau deshalb ist sie für viele ein Wendepunkt. Nicht, weil danach alles anders ist, sondern weil wir anders sind.

Vielleicht spürst du gerade, dass dich etwas ruft. Vielleicht kommt sofort der Gedanke: „Jetzt passt es nicht“, „Vielleicht später“, „Ich bin noch nicht so weit.“ Aber was, wenn du es dir einfach erlaubst? Nicht perfekt, nicht sicher, nicht durchgeplant – sondern echt. Ein kleines Ja, ein kleiner Schritt, ein Prozent mehr Mut. Und vielleicht ist genau das der Anfang von allem.

 
 
 

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